Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergibt Förderbescheid an „pro Familia“ in Gießen

(PP-Justiz) Unter dem Motto „Zusammen wachsen – natürlich in Hessen“ kommt die Hessische Landesregierung zu einer Kabinettsitzung auf der Landesgartenschau in Gießen zusammen. Auf der Tagesordnung stehen neben  der wirtschaftlichen Entwicklung, der Infrastruktur- und Breitbandausbaus in Mittelhessen, ein Bericht zum Thema „Nachhaltig leben und wirtschaften in Hessen“ sowie der Entwurf eines Hessischen Jugendarrestvollzugsgesetzes.

Die Gartenschau zeigt, dass eine Balance von ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen mehr Lebensqualität ermöglicht. Durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, freie Träger und staatliche Förderung entstehen oftmals Lebensräume, die eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen und Hessen weiter zusammen wachsen lassen. Dies zeigen auch zahlreiche Projekte in Gießen und Umgebung.

Vor der gemeinsamen Kabinettssitzung haben die Regierungsmitglieder Einrichtungen des Landes, der Kommunen und freier Träger wie „pro Familia“ in Gießen besucht.
Täter lernen ihre Konflikte verbal zu lösen

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besucht die Einrichtung „pro Familia“ und informiert sich über die sozialen Trainingskurse, die bei häuslicher Gewalt betroffenen Tätern angeboten werden. In diesem Projekt können Täter erlernen, ihre Konflikte verbal zu lösen.

„Die Opfer von häuslicher Gewalt schützen wir am besten, wenn wir den Tätern ihre Gewalttätigkeit ‚abtrainieren‘. Das bedeutet im umfänglichen Sinne Präventionsarbeit und Opferschutz für aktuelle und zukünftige Partner, wenn Täter lernen Konflikte nicht mehr gewaltsam zu lösen“, so die Justizministerin. Um den Opferschutz auch über diesen Ansatz auszubauen, werden Täterberatungsstellen, die ein konzeptionell ausgewiesenes Arbeitsgebiet „Täterarbeit/häusliche Gewalt“ haben, finanziell gefördert. Aus diesem Grunde erhält pro familia Gießen und Friedberg in diesem Jahr eine Zuwendung für soziale Trainingsmaßnahmen.

In Anerkennung und zur Förderung dieser wichtigen Arbeit überreichte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann am Mittag einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 13.600 Euro. Abschließend dankte die Ministerin den Mitarbeiter/innen Beratungsstelle, dass sie damit beiträgt, dass das Thema „häusliche Gewalt“ nicht länger tabuisiert wird und wirkungsvolle Therapien für den Raum Gießen angeboten werden können.

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